Die Initiative

Es ist zugegebenermaßen nicht immer ganz einfach zu erklären, was genau es mit der Villa Kalkbrennerei auf sich hat. Für die einen ist es schlicht ein Veranstaltungsort, für die anderen ein Hausprojekt oder ein soziokulturelles Zentrum. Und wieder andere sehen in der Villa einen kulturellen Freiraum zur Selbstentfaltung. Vorweg: Nichts von dem ist falsch, und doch muss jede Zuordnung auf lange Sicht unvollständig bleiben. Doch eins nach dem anderen…

Die Villa Kalkbrennerei versteht sich zunächst einmal als eine soziokulturelle Initiative in der Hansestadt Stralsund. Als solche ist sie Schmelztiegel verschiedenster Akteure, welche auf ganz unterschiedliche Weise vor Ort wirken. Allen gemein ist die Idee, gesellschaftliches und soziales Zusammenleben neu zu denken und demokratische Strukturen zu stärken. Mit der historischen Villa der ehemaligen Kalkbrennerei als Zentrum möchte sie Veränderung anstoßem und gestalterisch in der Region wirken.

Die Idee der Initiative ist es, einen Ort zu schaffen, an welchem sich die Menschen der Stadt gerne aufhalten und (Sub-)Kultur erleben können. Darüber hinaus soll es ihnen möglich sein, eigene Vorstellungen oder Projekte mit einfließen zu lassen oder den Raum für eigene Veranstaltungen zu nutzen. Dies schafft ein Klima der Begegnung und des Austausches, welches die Menschen einander näher bringt und woraus wieder neue Ideen entstehen können. In diesem Prozess wird und soll sich der Ort immer wieder verändern. Dabei wird die Villa als solche auch als „soziale Plastik“ verstanden, als Kunstwerk also, welches die sozialen Gegebenheiten vor Ort aufnimmt und immerwährend gestaltbar bleibt.